DAS PHÄNOMEN 'VERLORENER ODER ALLEINGEBORENER ZWILLING'

Verwirrende Gefühle

Kennen Sie vielleicht das Gefühl von unerklärlicher Traurigkeit, die ganz tief verwurzelt zu sein scheint? Oder führen Sie eine Partnerschaft, die zwar unerfüllt ist, aber aus der Sie sich nicht zu lösen vermögen? Oder leiden Sie an unerklärbaren Ängsten, die sich allein durch den Verstand nicht beseitigen lassen?

Möglicherweise ist die Ursache ein im Mutterleib verlorener Zwilling. Dieses Urtrauma ist vom Bewusstsein nicht erinnerbar und somit gibt es für die psychischen und/oder körperlichen Symptome keinen nachvollziehbaren Anker. Der auf Zellebene angelegte Informationsspeicher führt dazu, dass immer wieder Erinnerungen an der Körperebene auftauchen, die bewusst nicht kontrollierbar sind.
Beginnen wir mit der Frage: Was heißt das denn „Im Mutterleib verlorener Zwilling“?
Jede Lebensform, die sich über Jahrmillionen auf der Erde durchgesetzt und überlebt hat, benötigte dazu eine enorme Fähigkeit, sich immer wieder an den äußeren Gegebenheiten zu orientieren und anzupassen. Der Mensch selbst ist eine der überlebensstärksten Arten auf der Erde. Um dies zu leisten, ist das Fortbestehen der Art hinsichtlich der Fortpflanzung grundlegend wichtig. Gerade weil die Dauer einer Schwangerschaft beim Menschen verhältnismäßig lang ist, ist es wichtig, dass diese Schwangerschaften mit der erfolgreichen Geburt eines gesunden Neugeborenen enden.

Mehrfachbefruchtungen zur Arterhaltung

Wie erreicht die Natur dieses Ergebnis? Dazu müssen wir einen kurzen Exkurs in die weibliche Anatomie und Physiologie machen. Die Frau besitzt 2 Eierstöcke, in denen etwa 400.000 Eizellen warten, um als Follikel beim sogenannten Eisprung während eines Monatszyklusses zu „springen“. Relativ häufig springt dabei nicht nur ein Ei, sondern gleich mehrere. Ob und wie viele ist von Faktoren wie Alter der Frau, genetische Häufigkeit innerhalb der eigenen Familie, Region, Umweltbedingungen und vielen weiteren abhängig. So kommt es sehr häufig zu einer Befruchtung von mehr als nur einer Eizelle.
Mittlerweile ist nachgewiesen, dass 4 von 1o Schwangerschaften mindestens als Zwillingsanlage beginnen. Wenn es nun zu einer Befruchtung einer oder mehrerer Eizellen kommt, versucht jede dieser Zellen sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten. Für den gefahrlosen Fortbestand der beginnenden Schwangerschaft ist es langfristig nun wichtig, dass sich nur der Embryo weiterentwickelt, der die besten Anlagen und sich am besten eingenistet hat. Jeder Gynäkologe kann bestätigen, dass Mehrlingsschwangerschaften sehr risikoreich sind. Es ist das Ergebnis der heutigen Pränatalmedizin, dass es zu Mehrlings-Geburten von bis zu Fünf- oder Sechslingen kommen kann. Ohne medizinisches Eingreifen bleibt eine Mehrlingsschwangerschaft hinsichtlich des Überlebens aller Embryonen bis zur Überlebensreife fraglich. Deshalb ist es ganz im Sinne der Natur, dass sich möglichst nur einer, im Höchstfall zwei Embryonen weiterentwickeln. Embryonen, die sich nicht gesund entwickeln, sterben im Laufe des ersten Drittels der Schwangerschaft ab. Dieses Phänomen ist Hebammen und Geburtshelfern schon seit Beginn der Geburtshilfe durchaus bekannt und kann durch sogenannte Mondknoten in der Plazenta sichtbar werden. Dabei handelt es sich um in den Mutterkuchen eingewachsene, nicht lebensfähige Embryonen. Den Müttern wurde früher darüber nichts gesagt, um sie nicht zu beunruhigen. Man war auch der Meinung, dass es für niemanden wichtig ist, dass dort ein Embryo den Beginn seiner Reise ins Leben frühzeitig beendet hatte. Für die werdende Mutter bleibt dieses Ereignis, dass sie eins der Embryonen nicht lebend am Ende der Schwangerschaft in die Arme schließen kann, oft gänzlich unbemerkt.

Das lebensbestimmende Verlusttrauma

Doch für einen, nämlich für das kleine Wesen, das dieses Drama im Mutterleib miterleben muss, ist dieser Verlust ein Schock dramatischen Ausmaßes, dessen Folgen sein Leben fortan bestimmen wird.
Dank der Forschung und der heutigen hochentwickelten Ultraschallgeräte wissen wir sehr viel über die Entwicklung des Menschen. Noch bevor das Herz 4 Wochen nach der Befruchtung anfängt zu schlagen, ist das Gehör schon angelegt. Auch der Tastsinn der Haut ist schon fähig, Reize aus der Umgebung aufzunehmen. Diese Reize können von dem noch nicht voll entwickelten Gehirn nicht gespeichert oder ausgewertet werden. Diese Aufgabe übernimmt zu diesem Zeitpunkt das Zellgedächtnis.

Flashbacks durch Zellerinnerungen

Menschen, die unter einem posttraumatischen Belastungssyndrom leiden, können allein durch Gerüche, Geräusche, Bilder u.v.m. direkt in einen Flashback ihres vor langer Zeit erlebten Traumas zurückgeworfen werden. Es zeigen sich durch diese äußeren Reize dieselben ausgeprägten Symptome wie sie beim direkten Ereignis erlebt wurden. Die Erinnerungen sind im Zellgedächtnis gespeichert. Für das plötzliche Erscheinen der Symptome ist es ganz unerheblich, ob das Ereignis erinnerbar ist oder nicht.
Die Schwierigkeit der Therapiesuche gestaltet sich aber gerade in dieser Nichterinnerbarkeit des Traumas. Nicht ahnend, dass es dieses Trauma gibt, stoßen die Betroffenen mit ihren Symptomen auf Unverständnis und Ungeduld. So bleibt er auf der Suche nach Erfüllung einer tiefen Sehnsucht, die bisher durch nichts zu stillen war. Weder der Partner, noch der Beruf oder das Hobby führen zu dauerhaftem inneren Frieden und dem Gefühl, mit und in sich ganz und eins zu sein. Diese innere Heimatlosigkeit lässt ein resigniertes Gefühl von Einsamkeit, Sich-selbst-nicht-verstehen, Nicht-richtig-sein, Austherapiert-sein zurück.

Die Auswirkungen

Auch bei der Ursachenforschung anderer Symptome wie Panikattacken, Süchten und vieler schwerwiegender Krankheiten findet sich häufig ein verlorener Zwilling.
Viele alleingeborenen Zwillinge sind nach diesem Schockerlebnis auch im Erwachsenenalter kaum fähig, in Notsituationen um Hilfe zu bitten, sondern geraten in Panik oder entziehen sich bedrohlichen Situationen, anstatt nach neuen Herangehensweisen zu suchen. Andere schaffen es nicht, Nähe zuzulassen, der sogenannte Distanz-Zwilling. Dem Kuschelzwilling hingegen kann es nicht nah genug sein. Durch seinen Wunsch nach Nähe bis hin zum Klammern bringt er sein Umfeld eher zur gegenteiligen Reaktion.
All diese scheinbar unüberwindbaren Charaktereigenschaften sind plötzlich erklärbar und geben den Impuls, das Verhalten komplett neu zu reflektieren und zu ändern.

Die Lösung

Um die Symptome dauerhaft auszuheilen, ist es wichtig, über die das damalige Trauma begleitenden Emotionen eine Auflösung der gespeicherten Zellinformation zu erreichen. Betroffene finden meist Linderung oder auch vollkommene Ausheilung durch Therapieformen wie u.a. Hypnose, Innere Reisen oder systemisches Familienstellen,
die über das Unterbewusstsein zu den Ursachen vordringen. Dann nimmt auch der Körper diese Hilfe dankbar an, die damals gespeicherten Zellinformationen an das Bewusstsein weiterzuleiten.
Blockaden und Erschöpfungszustände durch Überlastungen können sich auflösen, um Raum zu schaffen für frische Lebensenergie.

 

UNSERE SEMINARE ZUM VERLORENEN ZWILLING FINDEN SIE HIER.

Die 4 Phasen der Heilungsreise

Phase 1

Wenn die Ursache der eigenen Empfindungen ein verlorener Zwilling ist, dann ist dies für die Betroffenen auf physischer und psychischer Ebene mit einer tiefen Klarheit deutlich spürbar. Die Informationen von Körperbewusstsein und Verstand synchronisieren sich und im Anschluss breitet sich ein tiefempfundenes Gefühl von „bei sich selbst angekommen zu sein“ und eine neue Ganzheit aus. Eine Befreiung bis hin zu überschäumender Freude sucht sich Raum.

Phase 2

Nach dieser ersten Euphorie kommt es nach ein paar Wochen aber meist zu einem scheinbaren Rückfall in die alten Symptome von Traurigkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen. Dies ist wie gesagt nur ein scheinbarer Rückfall. Vielmehr handelt es sich hier um die sogenannte 2. Phase der Verarbeitung. In dieser Phase kommen wir zu der Erkenntnis, dass wir dieses Drama im Mutterleib ohne den Zwilling überlebt haben. Die damit verbundenen Gefühle von Panik, Schuldgefühlen, Wut, Einsamkeit, Trauer und Existenzangst haben sich schon vor der Bewusstwerdung des Verlustes in unserem Leben immer wieder im Spiegel unseres Umfeldes gezeigt.

Wir nutzen unser Gegenüber, um an diese tief vergrabene Verletzung zu gelangen. Meist geraten wir nach der 1. Phase der Entdeckung des Zwillings in Situationen, die uns den Verlust von einer weiteren Seite spiegeln. Die von uns schon im Mutterleib gegründeten Glaubenssätze werden jetzt plötzlich immer mehr sichtbar. Das können so Sätze sein wie: „Ich muss immer kämpfen. Ich bin immer allein. Ich muss alles allein schaffen. Nie ist jemand da, wenn ich Hilfe brauche.“ Aber gerade diese Glaubenssätze führen jetzt zu vielen Erkenntnissen durch die Verankerung in dem vorgeburtlichen Trauma. Jetzt sind sie zum ersten Mal verständlich und können durch gezielte Erkenntnisarbeit aufgelöst werden.

Phase 3

Auch die Beziehung zur eigenen Mutter erhält durch das Finden des Zwillings und der damit verbundenen Glaubenssätze eine neue Chance. Innerhalb des Mutterleibs fühlt sich der verlassene Embryo in seiner dramatischen Situation vollkommen ungesehen, hilflos und verzweifelt. Er hat keine Möglichkeit zu schreien oder wegzulaufen. Er ist der Situation komplett ausgeliefert. Zurückbleibt dann ein insgeheimer Vorwurf, von der Mutter im Stich gelassen worden zu sein. Auch dieser ist natürlich nicht über den Verstand erklärbar. Nach der Findung des Zwillings ist er aber in all seiner Deutlichkeit spürbar. Jetzt erst findet auch dieser Vorwurf einen Anker und kann ausgesöhnt werden. Die Bindung zur Mutter stabilisiert sich. Das oft fehlende Urvertrauen wird wieder gefasst.

Phase 4

Was ist nun, wenn man all diese Verletzungen und mit ihnen ihre begrenzenden Glaubenssätze geheilt hat?
Dann geht es in die letzte Phase. Viele Jahre hatten wir uns in unserer begrenzten Welt eingerichtet. So sehr, dass wir uns mit der plötzlich neugewonnenen Freiheit erst anfreunden müssen. Es kann sogar erst einmal eine Form von Orientierungslosigkeit entstehen. „Was oder wer bin ich ohne meine Begrenzungen?“ Die Frage nach der eigenen Lebensaufgabe stellt sich auf einmal nochmal neu. Der für vieles in unserem Leben initiierende Impulsgeber fehlt plötzlich. Jetzt ist es wichtig, sich selbst neu zu finden.

Der Erfolg der Heilungsreise

Der Erfolg der Heilungsreise wird in allen Lebensbereichen sichtbar werden.

Für bisherige sogenannte Kopfmenschen ist die Entdeckung der Gefühlswelt mit all ihren Facetten sicher das größte Geschenk. Partner werden zu Partnern auf Augenhöhe, weil eine Verwechslung mit dem verlorenen Zwilling und eigentlich an diesen gerichtete Anforderungen ausgeschlossen sind. Eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit Ausleben einer erfüllten Sexualität ersetzt die bisherigen Beziehungs-erfahrungen.
Durch die tief empfundene Liebe zum Zwilling entsteht eine Kraft, die in die Gestaltung des beruflichen Erfolges fließt. Das Ergebnis ist eine innere Befriedigung und Leichtigkeit, sowie das Finden von Erfüllung.
Die bedingungslose Liebe macht die Sehnsucht nach Tod oder nach Vergessen durch Drogen überflüssig. Die Synchronisierung von Körper, Emotionen und Verstand öffnen den Weg zu einem respektvollen Umgang mit der eigenen Person.
Energieblockaden werden abgebaut und die Weitergabe neuer Zellinformationen lassen das eigentliche gesunde Zellpotential aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Auch Sinne, wie z. B. Geschmacks- und Geruchssinn, entfalten sich neu.
Die Überwindung räumlicher Grenzen (Wohnung, Stadtgrenze) geschieht plötzlich wie selbstverständlich und eine neugewonnene Freiheit und mobile Selbständigkeit stellen sich ein. Neue Lösungsmöglichkeiten für bisher als ausweglos empfundene Situationen werden zugelassen und führen zu neuem Selbstvertrauen.
Die an sich selbst gestellte Loyalitätsforderung löst sich auf und erlaubt jetzt erst ein glückliches Leben in allen Bereichen.

Und zum Schluss entsteht ein inneres Bild wie ein Phönix aus der Asche aufgestiegen zu sein und im Meer der Möglichkeiten voller Lebensfreude nach den Sternen zu greifen.

Autorinnen Petra Becker und Britta Steinbach, www.twin-light.de


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